Einsätze 2017

 

Gebäudebrand

Einsatzort Details

Kandel, Saarstraße
Datum 30.10.2017
Alarmierungszeit 20:40 Uhr
Einsatzende 05:30 Uhr
Einsatzdauer 8 Std. 50 Min.
Alarmierungsart Funkmeldeempfänger
eingesetzte Kräfte

Feuerwehr Kandel
Feuerwehr Minfeld
    Polizei
      Rettungsdienst
        Feuerwehr Steinweiler
          Brand

          Einsatzbericht

          Gegen 20:40 Uhr bemerkten die Bewohner eines Hauses in der Saarstraße einen hellen Feuerschein in einem Hof auf der anderen Straßenseite. Nachdem sie die Feuerwehr verständigt hatten, brachen sie gemeinsam das massive Holztor auf, und unternahmen noch Löschversuche, doch das massive Feuer und die enorme Hitzeentwicklung waren bereits zu stark. Das Feuer bedrohte das im gleichen Hof stehende Wohnhaus des Eigentümers sowie ein direkt an die Scheune angebautes Nachbarhaus. Hier hatte sich der Rauch bereits durchs Dach im Haus ausgebreitet; die Bewohner wurden durch ihre Rauchmelder gewarnt.

          Bereits auf der Anfahrt waren die hoch schlagenden Flammen sichtbar. Etwa 7 Minuten nach Alarmierung trafen die Kräfte der Feuerwehr Kandel am Brandort ein. Die Erkundung zeigte einen offenen Dachstuhlbrand in der als Holzlagerstätte genutzten Scheune, der sich auf die direkt anschließenden Wohnhäuser auszubreiten begann. Da zu diesem Zeitpunkt nicht absehbar war, wie weit sich der Brand bereits ausgebreitet hatte, wurden umgehend zur Unterstützung die Feuerwehren aus Minfeld und Steinweiler mit weiteren Atemschutzgeräteträgern alarmiert.

          Die Bewohner der Wohnhäuser hatten sich zu diesem Zeitpunkt bereits in Sicherheit gebracht. Somit konnte die Feuerwehr direkt damit beginnen, über die beiden Höfe die gefährdeten Objekte mit mehreren Strahlrohren gegen das Feuer zu schützen. Gleichzeitig wurde über die Drehleiter ein Löschangriff aus der Luft heraus begonnen. Durch diese Taktik gelang es, das Feuer binnen 10 Minuten soweit niederzuschlagen, dass keine akute Ausbreitungsgefahr durch Hitzestrahlung und offene Flammen mehr bestand. Dennoch war noch nicht abzusehen, ob sich das Feuer nicht durch Spalten in die benachbarten Dachstühle gefressen hatte. Eine zweite, ausführlichere Erkundung brachte hier zwar Entwarnung, zeigte aber auch, dass das Feuer hier nur wenige Minuten mehr gebraucht hätte, um auf den benachbarten Dachstuhl überzugreifen.

          Im Verlauf des Erstangriffes zog sich ein Feuerwehrmann Fußverletzungen zu; er wurde mit einem Rettungswagen ins Krankenhaus gebracht, konnte dieses aber noch nachts wieder verlassen.

          Hier zeigte sich auch der sehr gute Zusammenhalt unter den Kandler Landwirten, die gemeinsam in Zusammenarbeit mit der Feuerwehr, in Handarbeit die Holzstapel abtrugen, um an die Glutnester zu gelangen. Dazu hatte ein Landwirt einen stählernen Anhänger bereitgestellt, in den das Holz geworfen und abgelöscht werden konnte. Nach etwa einer halben Stunde war das Feuer unter Kontrolle.

          Da absehbar war, dass das Ausräumen von Hand mit einem unverhältnismäßig hohen Zeit- und Personalaufwand verbunden wäre, wurde ein Bagger zur Einsatzstelle gebracht, mit dem die Holzlager ausgeräumt wurden. Die Löscharbeiten zogen sich über 7 Stunden, bis mit der Wärmebildkamera keine weiteren Glutnester mehr gefunden werden konnten.

          Zur Eigensicherung war zunächst ein Rettungswagen des Malteser Hilfsdienstes vor Ort, der später von der Sanitätsbereitschaft des DRK-Ortsvereins Kandel abgelöst wurde. Die Pfalzwerke stellten den Strom des Straßenabschnittes ab, da die offene Leitung über die Dachständer eine Gefahr für die Einsatzkräfte, insbesondere für die Kräfte im Korb der Drehleiter darstellte. Der Bürgermeister der Verbandsgemeinde Volker Poß war ebenfalls vor Ort, informierte sich über die Lage und beriet sich mit der Einsatzleitung über eine eventuelle Unterbringung der Bewohner. Dies war glücklicherweise letztendlich nicht nötig.

          Die Feuerwehr Kandel war mit 7 Fahrzeugen und 35 Kräften im Einsatz und wurde von 15 Einsatzkräften und zwei Fahrzeugen der Feuerwehren Minfeld und Steinweiler unterstützt.

           

          sonstige Informationen

          Einsatzbilder

           
           

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          Quelle: Deutsche Wetterdienst
          Letzte Aktualisierung 23/01/2018 - 00:59 Uhr

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